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Parkfriedhof

1902 wurde der Friedhof Blankenese der Friedhof Blankenese außerhalb der umliegenden Dörfer auf landwirtschaftlich wenig wertvollem Boden angelegt. Eine Kiesgrube und die umgebenden Magerwiesen prägten damals das landschaftliche Bild. Die alten Knicks und die vorhanden Bäume wurden in die Gestaltung des Friedhofs mit einbezogen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus ein wunderschönes Gelände mit einem alten Baumbestand, der dem Friedhof seinen parkähnlichen Charakter gibt. Durch die leichte Hanglage des Friedhofes erschließen sich dem Besucher immer wieder neue Blickachsen und Perspektiven.

 

Ende des 19./Anfang des 20.Jahrhunderts entstanden viele Friedhöfe außerhalb der Städte und wo genügend Platz vorhanden war, gestaltete man „Parkfriedhöfe". Zum einen wollte man so der Enge der „Kirchhöfe", dem grünen Rasen um die Kirche herum, entfliehen und endlich für jeden ein individuelles Grab ermöglichen. Zum anderen versuchte man, die Härte des Todes zu mildern, indem die Grabstätten in eine großzügig gestaltete Landschaft mit Bäumen und bunt blühenden Rahmenpflanzen eingebettet wurden. Die ausgewählten Bäume und Pflanzen sollten dabei nicht nur der Schönheit dienen, sondern als Symbolpflanzen auch den religiösen Aspekt des Ortes hervorheben. Der Betrachter sollte den Friedhof in diesem Zusammenspiel von Schönheit und Symbolik als einen „Paradiesgarten" empfinden und erleben können.

Diesen Ideen fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet. Wir gestalten unseren Friedhof mit Bäumen, bunten Blumen, duftenden Stauden, Pflanzen mit verschiedenen Blattformen, verschiedenen Texturen von Rinden und Blättern.

 

Die Verwendung von Symbolpflanzen bei der Grabgestaltung hilft dabei, Trauernde in Kontakt mit der Natur, mit der Schöpfung zu bringen. Unser Anliegen ist es, den Friedhof und die Gräber so zu gestalten, dass die Friedhofsbesucher und Trauernden in all ihren Sinnen angesprochen werden und Ruhe und Trost finden können.